Aktuell

09.02.2017

AGGLOlac: Sorgfältige Abklärungen brauchen Zeit

Die Planung für die Stadterweiterung zum See ist auf Kurs. Die Bearbeitung einzelner Aspekte dauert aber etwas länger als vorgesehen. Deshalb finden die Volksabstimmungen frühestens Ende 2018 statt.

Der Entscheid, ob das Projekt AGGLOlac gemäss dem bestehenden Konzept realisiert wird, fällt nicht vor Ende 2018. Die Volksabstimmungen in Nidau und Biel können frühestens auf diesen Termin angesetzt werden. Das gaben gestern Abend Sandra Hess, Stadtpräsidentin von Nidau, und Erich Fehr, Stadtpräsident von Biel, anlässlich einer Informationsveranstaltung für die Stadtratsmitglieder beider Gemeinden bekannt. Einzelne Aspekte der Planung müssten noch vertieft werden, so zum Beispiel Fragen zur Mobilität sowie zur Nutzungsdichte respektive zum Ortsbild (Hochhaus). Diese Punkte hatten schon in der öffentlichen Mitwirkung von 2015 am meisten zu reden gegeben.

Für Sandra Hess ist die Verzögerung von rund zwei Jahren gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan weder eine Überraschung noch eine Enttäuschung. «Es ist normal, dass eine Quartierentwicklung dieser Grössenordnung grosse Herausforderungen mit sich bringt. Wir haben immer gesagt, dass wir uns die nötige Zeit nehmen werden, um gute Lösungen zu finden», sagte die Nidauer Stadtpräsidentin vor den Stadträtinnen und Stadträten. Unüberwindbare Hindernisse seien keine auszumachen und die Planung sei insgesamt auf Kurs.

Erich Fehr bestätigte die Einschätzung seiner Nidauer Amtskollegin: «Trotz einzelner Hürden, die wir noch nehmen müssen, stehen die Ampeln weiterhin klar auf Grün.» Die beiden Städte wollten an den ursprünglich definierten Zielen festhalten, sagte der Bieler Stadtpräsident: «Unsere Vision ist und bleibt die eines städtischen Quartiers, das der ganzen Bevölkerung einen Mehrwert an Lebensqualität bietet und unsere Region noch attraktiver macht. Wir kommen der Umsetzung dieser Vision Schritt für Schritt näher.»

Die Städte Nidau und Biel sowie ihr privater Partner Mobimo arbeiten seit 2012 mit Hochdruck am Projekt einer Stadterweiterung an den See. Nachdem sich die Bevölkerung im Herbst 2015 zur Planung hatte äussern können, wird die baurechtliche Grundordnung von Nidau derzeit angepasst. Nach ihrer Vorprüfung durch den Kanton erfolgt voraussichtlich noch vor Ende Jahr die öffentliche Auflage der Pläne und Reglemente. Nach einer allfälligen Bereinigung gelangen sie in Nidau zur Abstimmung. Gleichzeitig werden die Stimmberechtigten von Nidau und Biel über die Abgabe ihrer Grundstücke an den Investor Mobimo und über den Kredit zur Erstellung der öffentlichen Infrastrukturen abstimmen.


07.09.2016

Der Kanton Bern unterstützt archäologische Grabungen

Der Grosse Rat des Kantons Bern hat heute den Archäologiekredit AGGLOlac genehmigt. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für die Finanzierbarkeit der Stadterweiterung an den See erfüllt.

Der bernische Grosse Rat hat an seiner heutigen Sitzung einen Brutto-Rahmenkredit von 15,5 Mio. Franken für die archäologischen Grabungen im Gebiet AGGLOlac mit grossem Mehr genehmigt. Der Kredit setzt sich aus dem voraussichtlichen Beitrag des Bundes von 3 Mio. Franken sowie dem Anteil des Kantons von 12,5 Mio. Franken zusammen. Gestützt auf das kantonale Denkmalpflegegesetz müssen die Städte Nidau und Biel als Grundeigentümerinnen maximal  50 Prozent der Archäologiekosten, die der Kanton aufwendet, tragen. Die Stimmberechtigten von Nidau und Biel werden deshalb zu einem späteren Zeitpunkt über einen Beitrag von ebenfalls 12,5 Mio. Franken befinden. Im Fall einer Annahme werden somit insgesamt 28 Mio. Franken für die Archäologie zur Verfügung stehen.

Die Projektgesellschaft AGGLOlac (Städte Nidau und Biel, Mobimo AG) ist erfreut über den Beschluss des Kantonsparlaments, der auch ein Votum für die Stadterweiterung an den Bielersee ist. Ein namhafter Beitrag an die Archäologiekosten war nach den Berechnungen der Städte von Anfang zwingend, damit AGGLOlac realisiert werden kann. Diese Voraussetzung ist jetzt erfüllt. Gestützt auf den heutigen Entscheid des Grossen Rates werden der Kanton sowie Nidau und Biel jetzt eine Vereinbarung unterzeichnen. Diese hält fest, dass die beiden Städte gemeinsam maximal 12,5 Mio. Franken an die Archäologiekosten leisten müssen. Dank diesem Kostendach verbessert sich die finanzielle Planungssicherheit für Nidau und Biel deutlich.

In der Nidauer Uferzone befinden sich Überreste von Pfahlbausiedlungen aus der Zeit von ca. 4700 bis 850 v. Chr. Dank Sondierungsgrabungen des Archäologischen Dienstes kennt man ihre Lage relativ genau. Diese Erkenntnisse sind auch in die AGGLOlac-Planung eingeflossen. Nach Möglichkeit wird darauf verzichtet, die Fundschichten zu beeinträchtigen. Der Bau von Kanalisationen und Leitungen, Tiefgaragen und Kellerräumen sowie die Verlängerung des Barkenhafens machen Störungen der archäologischen Schichten in einzelnen Bereichen dennoch unumgänglich. Sie müssen vor ihrer Zerstörung ausgegraben und wissenschaftlich dokumentiert werden. Diese Arbeiten werden parallel zur etappierten Arealentwicklung zwischen 2019 und 2034 erfolgen.


30.06.2016

AGGLOlac-Mitwirkung: Die Antworten liegen vor

Die Arbeiten zur Revision der baurechtlichen Grundordnung von Nidau schreiten planmässig voran. Dabei fliessen auch Anregungen aus der Mitwirkung vom vergangenen Herbst und die neusten Erkenntnisse ein.

327 Organisationen und Einzelpersonen haben sich anlässlich der Mitwirkung vom letzten Herbst zur AGGLOlac-Planung geäussert. Nun liegt der Mitwirkungsbericht vor, in dem die Projektgesellschaft AGGLOlac (Städte Nidau und Biel, Investor Mobimo) Stellung nehmen zu den eingebrachten Fragen, Anregungen und kritischen Bemerkungen. Die zentralen Aspekte der Planung fanden bei einer klaren Mehrheit der Mitwirkungsteilnehmenden ein positives Echo, so beispielsweise die urbane Hafenpromenade, der Freiraumgürtel mit Seeuferweg, die dichte Überbauung und die weitgehend autofreie Gestaltung des Quartiers. Überwiegend kritisch ausgefallen sind die Stellungnahmen zum geplanten Hochhaus am Barkenhafen.

An einer Medienkonferenz am Donnerstagmorgen zeigten sich die Behörden von Nidau und Biel zufrieden mit dem Mitwirkungsverfahren. «Es hat uns bei der Suche nach guten Lösungen weitergebracht», sagte die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess. Die Eingaben hätten aber auch gezeigt, dass sich die Ansichten der Bevölkerung oft widersprechen: «So wünschen sich nahezu gleich viele Mitwirkende mehr Parkplätze wie weniger Parkplätze.» Auch die Konzentration der Baukörper zugunsten eines grosszügigen Freiraumgürtels werde zwar begrüsst, die geplanten Maximalhöhen der Gebäude sowie das Hochhaus hingegen würden häufig kritisiert. Der Mitwirkungsbericht gehe auf solche Widersprüche ein, sagte der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr: «Die bauliche Verdichtung beispielsweise ist ein zentrales Anliegen von AGGLOlac, an dem wir festhalten. Sie garantiert einen haushälterischen Umgang mit dem Boden und ermöglicht, grosse Freiflächen für die Allgemeinheit auszusparen.» Urbane Dichte habe im übrigen grosse Qualitäten, wie man an den Altstädten sehe, meinte Fehr. «Im neuen Quartier wird sich niemand beengt fühlen. Und die Lebensqualität wird sehr hoch sein.» Wie man sich das Leben im Seequartier etwa vorstellen kann, zeigen neue Visualisierungen, die auf der AGGLOlac-Webseite veröffentlicht worden sind. Es handelt sich um massstabgetreue Bilder aus der Fussgängerperspektive, die zum ersten Mal einen realistischen Eindruck vermitteln. Details wie die Gestaltung der Fassaden werden allerdings erst in einer späteren Planungsphase festgelegt.

In den kommenden Monaten laufen die Arbeiten an der Revision der Zonenplanung und des Baureglements von Nidau weiter. Dabei fliessen Anregungen aus der Mitwirkung sowie neue Erkenntnisse – etwa in den Bereichen Verkehr und Energieversorgung – mit ein. Die öffentliche Auflage soll noch in diesem Herbst stattfinden. Nach einer allfälligen weiteren Überarbeitung werden die Stimmberechtigten von Nidau Ende 2017 oder 2018 abschliessend über die revidierte baurechtliche Grundordnung befinden. Gleichzeitig wird in Nidau und in Biel über die Verkäufe des Landes an den Investor abgestimmt. Sandra Hess äussert sich optimistisch: «Auch wenn einzelne Aspekte umstritten bleiben werden, hat die Mitwirkung gezeigt, dass wir auf dem guten Weg sind. Die Bedeutung von AGGLOlac für die Entwicklung unserer Region wird erkannt und die Qualitäten der geplanten Stadterweiterung werden mehrheitlich gewürdigt.»

 


 

15.12.2015

AGGLOlac-Mitwirkung findet grosses Echo

325 Stellungnahmen sind anlässlich der öffentlichen Mitwirkung zur AGGLOlac-Planung eingegangen. Die Stadterweiterung an den See wird grundsätzlich begrüsst, einzelne Punkte der Planung werden hingegen kritisch beurteilt.

Die öffentliche Mitwirkung zur Teilrevision der baurechtlichen Grundordnung der Stadt Nidau hat ein erfreuliches Echo gefunden. Zwischen dem 28. Oktober und dem 27. November 2015 sind insgesamt 325 Stellungnahmen auf der Stadtverwaltung Nidau eingegangen. 296 stammen von Privaten, 29 von Parteien, Firmen, Verbänden und sonstigen Organisationen. Fast 250 Personen haben die Ausstellung am Barkenhafen und die verschiedenen Informationsveranstaltungen besucht. Die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess ist erfreut über die rege Teilnahme der Bevölkerung an der Mitwirkung: «Es war wichtig, dass die ganze Meinungsvielfalt sichtbar wird. Dies hilft uns, die baurechtliche Grundordnung weiter zu optimieren. Wir brauchen am Schluss ein mehrheitsfähiges Projekt und müssen alle Spielräume ausnützen, um eine gute und breit abgestützte Planung zu realisieren.»

Einwände bei Mobilität, Nachhaltigkeit und städtebaulicher Struktur

Zum jetzigen Zeitpunkt sind von Seiten der Stadt Nidau und der Projektgesellschaft AGGLOlac noch keine fundierten inhaltlichen Aussagen zu den Eingaben möglich. Es zeigt sich aber nach einer ersten Durchsicht, dass eine Stadterweiterung an den See grundsätzlich Zustimmung findet. Gleichzeitig sollte die Mitwirkung aber auch deutlich machen, bei welchen Aspekten die Planung noch mehr oder weniger kritisch beurteilt wird. Kontroverse Beurteilungen gab es insbesondere bei den Themen Mobilität und Nachhaltigkeit (Energieversorgung) sowie städtebauliche Struktur (verdichtetes Bauen, Bau eines Hochhauses, Freiflächen).

Der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr zeigt sich zuversichtlich: «In einer öffentlichen Mitwirkung wird naturgemäss vor allem Kritik vorgebracht. Wir alle sollten aber das grosse Ziel im Auge behalten, nämlich die qualitätsvolle Erweiterung der Stadt westlich des Bahnhofs, von welcher die gesamte Agglomeration profitiert. Die Entscheide für den Fachhochschul-Campus und den Innovationspark waren die ersten Schritte, AGGLOlac ist die logische Fortsetzung.»

Bearbeitung der Stellungnahmen braucht Zeit

Als nächstes werden die Eingaben nun verarbeitet und beantwortet. Das Resultat dieses Prozesses wird in voraussichtlich etwa einem halben Jahr in Form eines Mitwirkungsberichts vorliegen. Dieser wird insbesondere die Stellungnahmen der Behörden zu den vorgebrachten Fragen und Einwänden enthalten. Gleichzeitig wird die baurechtliche Grundordnung von Nidau im Gebiet AGGLOlac weiterbearbeitet. Nach der anschliessenden öffentlichen Auflage werden sich die Stimmberechtigten von Nidau dazu äussern. Sie werden zudem – wie auch die Stimmberechtigten von Biel – über die Landverkäufe an den Investor Mobimo und den Infrastrukturvertrag abstimmen können.

Die Bevölkerung plant mit

Bei der Planung der Stadterweiterung zum See legen Nidau, Biel und der private Partner Mobimo grosses Gewicht auf die Mitsprache der Bevölkerung. So konnten sich nach Abschluss des Ideenwettbewerbs Anfang 2014 alle Interessierten zu den vorgeschlagenen städtebaulichen Konzepten äussern. Zur Diskussion stand dabei die generelle Stossrichtung der Planung (Grundsätze von Nutzung und Gestaltung). Die Anregungen und die Kritik aus dem partizipativen Verfahren flossen in die anschliessende Testplanung ein. Das daraus entstandene Richtkonzept diente als Leitfaden bei der Erarbeitung der neuen baurechtlichen Grundordnung der Stadt Nidau im Gebiet AGGLOlac, die Gegenstand der jetzt abgeschlossenen öffentlichen Mitwirkung ist. In dieser Phase geht es nun darum, die planerischen Ziele und Rahmenbedingungen rechtsverbindlich zu verankern.


27.10.2015

AGGLOlac-Mitwirkung: Die Bevölkerung hat das Wort

Die baurechtliche Grundordnung der Stadt Nidau soll so angepasst werden, dass AGGLOlac realisiert werden kann. Im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung kann sich die Bevölkerung vom 28. Oktober bis am 27. November 2015 zu den Plänen und Reglementen äussern.

Die Entwicklung der Nidauer Seezone gemäss dem städtebaulichen Konzept «citélac» ist mit dem aktuell gültigen Zonenplan nicht vereinbar. Deshalb muss die Stadt Nidau ihre baurechtliche Grundordnung für das AGGLOlac-Gebiet ändern. Festgehalten werden die Änderungen im Nutzungs- und Baulinienplan, im Uferschutzplan See, im Schutzplan sowie im Teilbaureglement und in den Vorschriften zum Uferschutzplan. Die vorgeschlagenen Bestimmungen ermöglichen die Realisierung des Richtkonzepts AGGLOlac, das aus «citélac» hervorgegangen ist.

Wesentliche Merkmale der aktuellen Planung sind

  • ein durchschnittlich etwa 150 Meter breiter Freiraum am See mit dem Seeuferweg und neu gestalteten grünen Erholungsflächen,
  • ein weitgehend unbebauter «Freiraumbogen» vom Schloss Nidau über den Barkenhafen zum See,
  • eine dichte Überbauung vom Seeuferweg bis zum Schlosspark und von der Zihl bis zum Mühlerunsweg
  • sowie ein verlängerter Barkenhafen als urbanes Herzstück des Quartiers mit einem Hochhaus als Wahrzeichen.

Das Gebiet, das im Zuge der Entwicklung des Quartiers überbaut werden soll, ist in sechs Zonen mit Planungspflicht (ZPP) eingeteilt. Das Teilbaureglement bestimmt für jede dieser ZPP die Grundzüge der Nutzung und der Gestaltung. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt in Überbauungsordnungen konkretisiert.

Im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung kann sich die Bevölkerung nun zu den Unterlagen äussern. Die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess wünscht sich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Planung: «Wir haben von Beginn weg eine qualitätsvolle Entwicklung des Gebiets versprochen, von der alle profitieren werden. Ich bin überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Doch jetzt hat die Bevölkerung das Wort. Sie soll sich zu den Lösungen äussern, die wir erarbeitet haben.» Er hoffe, dass auch die Bielerinnen und Bieler von dieser Möglichkeit Gebrauch machten, sagt der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr: «Dies ist ein Vorhaben von regionaler Bedeutung. Nidau wird zwar alleine über seine baurechtliche Grundordnung entscheiden. AGGLOlac braucht aber die Unterstützung der Bieler Bevölkerung. Nur wenn sie den Landgeschäften zuletzt zustimmt, wird die Stadterweiterung an den See Realität.»

Stellungnahmen zu den Mitwirkungsunterlagen sind bis am 27. November auf der Stadtverwaltung Nidau einzureichen. Die Unterlagen können dort und auf der Stadtplanung Biel eingesehen werden. Auch besteht die Möglichkeit, sich in der begleitenden Ausstellung im Barkenhafen über die Planung zu informieren. Fachleute stehen dort für Auskünfte zur Verfügung. Ausserdem werden die Themen Umwelt, Städtebau, Arealgeschichte und Archäologie an vier Informationsveranstaltungen genauer beleuchtet. Die Ausstellung dauert bis am 11. November und ist jeweils von Montag bis Freitag von 16 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Ihre Meinung ist gefragt!

Mitwirkungsfragebogen (pdf)

Mitwirkungsfragebogen interaktiv


11.3.2015

AGGLOlac zum Anfassen

An einer Ausstellung und an zwei Aktionstagen in Nidau und Biel kann sich die Bevölkerung über den aktuellen Stand der AGGLOlac-Planung informieren.

Im Januar wurde bekannt, dass das städtebauliche Konzept «citélac» als Grundlage für die weitere AGGLOlac-Planung dienen wird. Der Vorschlag des Teams um das Bieler Büro Bauzeit Architekten GmbH hatte die Jury nach Abschluss der Testplanung am meisten überzeugt. An ihm orientieren sich die Planer nun bei der Überarbeitung des Nidauer Zonenplans. Ein Entwurf des Zonenplans wird bereits im Sommer vorliegen.

An einer Ausstellung in der Residenz au Lac haben Interessierte jetzt die Gelegenheit, sich selber über den Stand der Planung zu informieren. Zu sehen gibt es Modelle und Pläne der AGGLOlac-Vorschläge der fünf Teams, die im Rahmen der Testplanung im zweiten Halbjahr 2014 intensiv bearbeitet wurden. Zusätzlich wird an verschiedenen Thementischen anschaulich gezeigt, wo gemäss dem «citélac»-Konzept welche Nutzungen geplant sind. Auch Nicht-Fachleute können sich auf diese Weise leicht ein Bild vom zukünftigen Seequartier machen. Ausserdem sind Vertreter der Projektleitung zwischen 16 und 18 Uhr vor Ort, um die Fragen der Besucherinnen und Besucher zu beantworten.

Das Modell von «citélac» und die Thementische sind zusätzlich im Rahmen von zwei Aktionstagen zu sehen. Die Anlässe auf dem Marktplatz in Nidau und auf dem Zentralplatz in Biel richten sich an die breite Bevölkerung, die sich spontan und mit wenig Aufwand einen groben Überblick über AGGLOlac verschaffen kann. Auch hier sind Mitglieder der Projektleitung anwesend, um Auskünfte zu erteilen.

Aktionstage „Das städtebauliche Konzept“
Fachpersonen geben Auskunft

Marktplatz Nidau
Samstag, 14. März 2015, 8 – 16 Uhr

Zentralplatz Biel
Samstag, 21. März 2015, 9 – 16 Uhr


Ausstellung „Das städtebauliche Konzept“
Residenz Au Lac, Aarbergstrasse 54, Biel

Montag, 16. März bis Freitag, 20. März 2015

Montag bis Donnerstag 8 – 18 Uhr
Freitag, 8 bis 16 Uhr

Fachpersonen vor Ort
Montag bis Donnerstag, 16 – 18 Uhr

Flyer download


29.1.2015

Bieler AGGLOlac-Konzept überzeugt die Jury

Das städtebauliche Konzept «citélac» des Teams Bauzeit Architekten wird als Grundlage für die weitere AGGLOlac-Planung dienen. Die Testplanung bestätigte das Potenzial des Vorschlags der Bieler Architekten.

Die Planung des neuen Stadtquartiers AGGLOlac am Ufer des Bielersees hat einen grossen Schritt vorwärts gemacht. Nach Abschluss des Testplanungsverfahrens hat die Jury aus fünf Vorschlägen jenen ausgewählt, der weiterbearbeitet wird. Es handelt sich um das städtebauliche Konzept «citélac» des Teams um das Bieler Büro Bauzeit Architekten. Dieses überzeugte das Beurteilungsgremium aus Fachleuten sowie Vertretern der Projektgesellschaft AGGLOlac schon im vorangegangenen Ideenwettbewerb.

Die Testplanung hat nun bestätigt, dass «citélac» das grösste Potenzial hat, die hohen Anforderungen an das Grossprojekt zu erfüllen. Überzeugt haben insbesondere folgende Merkmale des Konzepts:

  • Das Bebauungsmuster erzeugt grösstmögliche Durchlässigkeit zwischen dem See und dem Wohnquartier – Stadt und Landschaft sind harmonisch verbunden.
  • Die Verlängerung des Barkenhafens bringt den See tief in die urbane Zone und ermöglicht die Schaffung attraktiver öffentlicher Bereiche am Wasser.
  • Die grosszügige Freifläche zwischen Bieler und Nidauer Strandbad bewahrt den Erholungsraum am Seeufer und wertet ihn auf.
  • Südlich der Verlängerung des Barkenhafens besteht das Potenzial zur städtebaulichen Verdichtung in Form eines oder mehrerer Hochhäuser.

Der Vorsitzende des Beurteilungsgremiums Fritz Schumacher äussert sich zufrieden mit den Erkenntnissen der Testplanung: «Sie hat uns ermöglicht, über die fünf besten Projekte noch einmal vertieft nachzudenken. Der Entscheid zugunsten von ‹citélac› bestätigt das Resultat des Ideenwettbewerbs: Das Vorhaben ist komplex, aber umsetzbar.» Christoph Caviezel, CEO des privaten AGGLOlac-Partners Mobimo, teilt Schumachers Sicht: «Das neue Quartier muss hohe Erwartungen der Bevölkerung erfüllen, sich harmonisch in die einzigartige Umgebung einfügen und gleichzeitig zum Modell für die Stadt von morgen werden – das Konzept ‹citélac› zeigt den Weg auf, wie wir diese Ziele auch wirtschaftlich erreichen können.»

Besonders hoch sind die Erwartungen der Bevölkerung wie auch der Gemeindeinitiative Publilac hinsichtlich der öffentlichen Erholungszone vom Bieler bis zum Nidauer Strandbad. Entsprechende Voten in der Mitwirkung vom Januar/Februar 2014 haben sich im überarbeiteten Konzept «citélac» bereits niedergeschlagen. Im Zuge der Weiterentwicklung des Projekts ist vorgesehen, den grosszügig angelegten öffentlichen Uferbereich noch weiter zu optimieren und zu attraktivieren. Das Versprechen der AGGLOlac-Projektgesellschaft, den Anliegen einer breiten Öffentlichkeit bei der Planung einen hohen Stellenwert einzuräumen, wird mit «citélac» somit bestmöglich eingelöst.

Sehr zuversichtlich sind deshalb auch die Vertreter der beteiligten Städte. Der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr: «Im gegenwärtigen Bearbeitungsstand ist ‹citélac› eine hervorragende Grundlage, um ein mehrheitsfähiges Projekt im Interesse der ganzen Agglomeration zu entwickeln.»

Auch seine Nidauer Amtskollegin Sandra Hess ist überzeugt, dass das Konzept von «citélac» der ganzen Bevölkerung Vorteile bringen wird: «Mit diesem Quartier entsteht neue Lebensqualität am See – mit herrlichen Wohnlagen und Arbeitsräumen, mit grosszügigen Freizeitflächen und einer urbanen Hafenpromenade. Eine Bereicherung für uns alle!»

Auch nach Abschluss der Testplanung ist der Weg noch weit, bis auf dem ehemaligen Expo-Gelände gebaut werden kann. Als nächstes wird die Projektgesellschaft AGGLOlac auf der Basis von «citélac» die baurechtlichen Grundlagen der Seeuferzone überarbeiten. Die Nidauer Bevölkerung sollte in etwa zwei Jahren über die Anpassung des Zonenplans abstimmen können.

Lago Lodge: Umzug ans Wasser denkbar
Gemäss «citélac» soll das Backpackers Hostel und Bistro Lago Lodge der AGGLOlac-Wohnüberbauung weichen. «citélac» schlägt deshalb vor, die Lago Lodge an die neue Hafenanlage zu «verpflanzen». Der Vorschlag schafft aber kein Präjudiz und zeigt nur eine Möglichkeit auf, wie der beliebte Nidauer Treffpunkt erhalten werden könnte. AGGLOlac wird den heutigen Standort der Lago Lodge frühestens in zehn Jahren beanspruchen. Da die Lago Lodge über einen noch 63 Jahre laufenden Baurechtsvertrag verfügt, müsste die Projektgesellschaft AGGLOlac dem Unternehmen Realersatz in gleicher Qualität leisten.


20.5.2014

Start zur AGGLOlac-Testplanung

Die Planung für das neue Quartier am See geht in nächste Phase. Bis Ende Jahr werden die fünf Siegerteams des Ideenwettbewerbs ihre städtebaulichen Konzepte weiterentwickeln.

Mit einer Kick-off-Veranstaltung startete letzten Freitag die Testplanung für das neue Quartier im Nidauer Expo-Park. Das Verfahren dauert rund sechs Monate. Nach seinem Abschluss soll ein AGGLOlac-Projekt vorliegen, das die städtebaulichen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Interessen optimal ins Gleichgewicht bringt. Dazu müssen die Vorschläge des Ideenwettbewerbs von 2013 weiterentwickelt und auf die wirtschaftlichen und technischen Erfordernisse abgestimmt werden. Beim Ideenwettbewerb durften sich die Teilnehmer noch viele Freiheiten herausnehmen. In der Testplanung müssen sich die fünf Teams, die noch im Rennen sind, an einen präzisen Anforderungskatalog halten. Diesen hat die Projektgesellschaft AGGLOlac (Städte Biel und Nidau sowie der Investor Mobimo) mit der Jury des Ideenwettbewerbs aufgestellt.

Zentrale Freiraumplanung

Der städtebauliche Ideenwettbewerb und die anschliessende informelle Mitwirkung interessierter Kreise haben wichtige Inputs geliefert, die jetzt in die Testplanung einfliessen. So ist allen Beteiligten die Bedeutung der öffentlichen Freiflächen im zukünftigen Seequartier noch stärker bewusst geworden. Die Freiraumgestaltung soll denn auch das Grundgerüst des Quartiers bilden, hält das Programm für die Testplanung ausdrücklich fest. Es listet zudem Dutzende von weiteren Empfehlungen und Fragen auf. So gilt es jetzt aufzuzeigen, wie die Planung ein für die ganze Bevölkerung attraktives Quartier schaffen kann, ohne dass es zwischen den verschiedenen Nutzungen zu möglichen Konflikten kommt. Stärker gewichtet werden auch die heutigen Nutzer des Areals („Freizeitkapitäne, Bootsbauer, Restaurantbesucher, Bocciaspieler, Sonnenhungrige …“) und das Bieler Strandbad. Sie alle sind „Keimzellen urbanen Lebens“, die von AGGLOlac nicht verdrängt, sondern ins neue Quartier integriert werden sollen.

Daneben müssen die fünf Teams aber auch Aspekte wie Erschliessung und Mobilität, Ortsbild- und Naturschutz, Bautechnik, Archäologie und Kosten wesentlich genauer beachten als bisher.

Schrittweise Optimierung der Vorschläge

In der Testplanung werden die Planer- und Architektenteams nicht mehr wie beim Ideenwettbewerb anonym hinter verschlossene Türen arbeiten. Das Verfahren sieht einen offenen Austausch der Teams mit dem Beurteilungsgremium (fünf Fachexperten und drei Vertreter der Projektgesellschaft AGGLOlac) vor. An einem der zwei geplanten Workshops werden die Teams ihre Vorschläge sogar untereinander diskutieren. Die Schlusspräsentation der Vorschläge findet am 2. Dezember statt. Dann wird das Gremium voraussichtlich einen Vorschlag auswählen, der als Basis für die neuen bau- und planungsrechtlichen Grundlagen der Nidauer Seeuferzone dienen wird. Der Schlussbericht zur Testplanung ist für den Januar 2015 vorgesehen.


2.4.2014

Die Ausstellung zum städtebaulichen Ideenwettbewerb AGGLOlac im Bieler Kongresshaus im Januar 2014 ist auf grosses Interesse gestossen. Als nächster Meilenstein steht nun die Testplanung an. Die entsprechenden Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, der Startschuss erfolgt Ende Mai und dauert bis Ende 2014.


26.1.2014

Weit über 1000 Personen haben die Ausstellung zum AGGLOlac-Ideenwettbewerb im Bieler Kongresshaus besucht. Noch bis am 21. Februar 2014 kann sich die Bevölkerung zur Planung des Seequartiers äussern.

Die Ausstellung zum städtebaulichen Ideenwettbewerb AGGLOlac im Kongresshaus hat am Freitagabend ihre Tore geschlossen. An den zehn Ausstellungstagen haben sich durchschnittlich jeweils etwa 100 Personen aus erster Hand über die 25 Beiträge des Wettbewerbs informiert. Dazu kamen rund 300 Gäste am Eröffnungsabend und über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Informations- und Diskussionsanlässen für die Wirtschaft, die Anwohner, die Umwelt- und Verkehrsorganisationen, das Publilac-Initiativkomitee und weitere Interessenverbände. Auf reges Interesse stiessen schliesslich auch die beiden Ideentage: Rund 80 Personen nutzten die Gelegenheit, ihre Meinung zur Planung zu äussern und mit Vertretern der Projektgesellschaft AGGLOlac zu diskutieren.

Noch bis am 21. Februar 2014 können interessierte Personen und Organisationen schriftlich zum Stand der Planung Stellung nehmen. Besonders wertvoll sind für die Projektleitung Anregungen und Kritik zu den fünf Vorschlägen, die weiterbearbeitet werden. Jetzt können Inputs noch relativ einfach in die Planung einfliessen. Je weiter die Planung fortschreitet, desto schwieriger wird das.

Ende Mai wird der Startschuss zur Testplanung erfolgen. In dieser werden die fünf ausgewählten Teams ihre Vorschläge weiter verfeinern. Der Vorschlag, der zuletzt am meisten überzeugt, dient anschliessend als Basis für das AGGLOlac-Projekt. Es ist geplant, dass die Nidauer Bevölkerung 2016 oder 2017 über die notwendige Zonenplanänderung abstimmen wird. Gleichzeitig sollen in Kenntnis der konkreten Gestaltung des AGGLOlac-Perimeters die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Nidau und Biel über die notwendigen Landtransaktionen befinden.

IHRE MEINUNG IST GEFRAGT!
Alle Informationen über die Beiträge des Ideenwettbewerbs sind auf www.agglolac.ch verfügbar. Stellungnahmen sind bis am 21. Februar 2014 zu senden an info@agglolac.ch oder an die Projektgesellschaft AGGLOlac, Postfach 208, 2560 Nidau.


14.1.2014

Das Büro bauzeit architekten aus Biel gewinnt den städtebaulichen Ideenwettbewerb für das geplante neue Seequartier. Die besten fünf der eingereichten Vorschläge werden nun in einer Testplanung weiterbearbeitet.

Die Planung eines neuen Stadtquartiers im Nidauer Expo-Areal schreitet voran. Im Dezember hat die Jury des städtebaulichen Ideenwettbewerbs die eingereichten Vorschläge der 25 Teams aus dem In- und Ausland begutachtet und bewertet. Acht Teams erhielten eine Auszeichnung, darunter sechs aus Zürich, eines aus Bern und eines aus Biel. Bei letzterem handelt es sich um die bauzeit architekten GmbH, deren Wettbewerbsbeitrag „citélac“ in der Rangliste der Jury den ersten Platz belegt. Angetan war die Jury von der „einfachen Stadtstruktur“ und der Anordnung der Gebäude, die eine hohe Nutzungsflexibilität und Wohnqualität ermöglicht. Ebenfalls überzeugt hat die grosse Grünzone entlang des Ufers, während die Gestaltung des Übergangs vom Land zum Wasser noch Fragen aufwirft. Alles in allem würdigt die Jury „citélac“ als überzeugenden und differenzierten Vorschlag für das neue Seequartier.

Der Jurybericht listet die Qualitäten aller Wettbewerbsbeiträge auf, aber auch die vorhandenen Mängel und die ungelösten Probleme. Die Teams auf den ersten fünf Rängen dürfen nun ihre städtebaulichen Konzepte im Rahmen einer Testplanung weiter verfeinern. Sie verfügen in den Augen der Wettbewerbsjury über das grösste Potenzial.

Ideentage und Testplanung
Mit dem Abschluss des Ideenwettbewerbs ist die erste Phase des qualitätssichernden Verfahrens der AGGLOlac-Planung beendet. In der nächsten Etappe ist nun die Bevölkerung an der Reihe. Im Rahmen einer Ausstellung im Kongresshaus kann sie die 25 Wettbewerbsbeiträge genauer unter die Lupe nehmen. An den Ideentagen vom 18. und 22. Januar haben alle Interessierten die Möglichkeit, den Stand der Planung mit Vertretern der Jury und der Projektgesellschaft AGGLOlac zu diskutieren und eigene Anregungen einzubringen. Dazu kommen mehrere Informations- und Diskussionsanlässe für Interessenverbände und Fachorganisationen. Alle bei diesen Veranstaltungen gewonnenen neuen Erkenntnisse können in die weitere Planung einfliessen.

Ende Mai erfolgt dann der Start zur Testplanung. Es handelt sich um ein relativ neues Instrument für komplexe Planungsverfahren. Dabei werden die Teams mit Vertretern der Jury und der Projektgesellschaft AGGLOlac zusammenarbeiten und ihre Arbeiten in Werkstattgesprächen gemeinsam diskutieren. Der Austausch soll den Teams helfen, ihre Vorschläge Schritt um Schritt zu optimieren. Die Testplanung endet voraussichtlich im November mit einer Empfehlung der Jury, welches der städtebaulichen Konzepte als Grundlage für das neue Quartier am See dienen soll. Anschliessend werden die in der Projektgesellschaft AGGLOlac zusammengeschlossenen Partner – die Städte Nidau und Biel sowie die Immobiliengesellschaft Mobimo – die planungsrechtlichen Grundlagen für das Seequartier ausarbeiten. Diese werden zuletzt der Bevölkerung von Nidau zur Abstimmung vorgelegt. Gleichzeitig werden in Nidau und Biel auch Abstimmungen über die Landverkäufe, den Werte- und Risikoausgleich sowie den Infrastrukturvertrag stattfinden.

5 bleiben im Rennen

Rang 1: CITÉLAC | BAUZEIT ARCHITEKTEN GMBH, BIEL/BIENNE
Rang 2: MARAIS | GWJARCHITEKTUR, BERN
Rang 3: OPEN LAC | HELSINKI ZÜRICH OFFICE, ZÜRICH
Rang 4: LES ÎLES DE LA VIE | DIETRICH SCHWARZ ARCHITEKTEN AG, ZÜRICH
Rang 5: LARIDAE | BAUKONTOR AG, ZÜRICH

Ebenfalls eine Auszeichnung der Wettbewerbsjury erhielten die Teams auf den Rängen 6 bis 8

Rang 6: AGPS.ARCHITECTURE, Zürich
Rang 7: HOSOYA SCHAEFER ARCHITECTS AG, Zürich
Rang 8: ERNST NIKLAUS FAUSCH ARCHITEKTEN ETH/SIA GMBH, Zürich