Aktuell

13.10.2017

Projektgesellschaft lässt Baurechtsvariante erarbeiten

Die Projektgesellschaft AGGLOlac lässt abklären, welche Auswirkungen eine baurechtsweise Abgabe des Baulandes für das geplante Seequartier hätte. Anhand dieser Analyse wollen Nidau und Biel eine alternative Variante zum aktuellen Finanzierungsmodell auf der Basis eines Landverkaufs erarbeiten.

Gemäss dem bisher verfolgten Finanzierungsmodell für die Realisierung von AGGLOlac verkaufen Nidau und Biel dem Investor und Projektentwickler Mobimo das zur Überbauung vorgesehene Land in der Nidauer Seezone. Der Verkaufserlös soll die Kosten der beiden Städte für die Bereitstellung des Baulands sowie die öffentlichen Infrastrukturen und die Attraktivierung der ufernahen Erholungszone decken. Die Stadträte von Nidau und Biel haben diesem Prinzip mit der Genehmigung der Planungsvereinbarung im Jahr 2013 zugestimmt.

In den vergangenen Monaten wurde das Finanzierungsmodell auf der Basis eines Landverkaufs von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Parteien in beiden Stadtparlamenten in Frage gestellt. In ihren Vorstössen forderten sie, dass die Städte ihr Land im AGGLOlac-Perimeter nicht verkaufen sondern im Baurecht abgeben sollen.

Die Projektgesellschaft AGGLOlac, in der beide Städte und der Investor partnerschaftlich zusammenarbeiten, erachtet ein Rückkommen auf die Frage des Finanzierungsmodells nach vier Jahren intensiver Planung zwar als grundsätzlich problematisch. Trotzdem will sie sich der Diskussion nicht verschliessen. Ein Variantenentscheid – Verkauf oder baurechtweise Abgabe – sollte aber erst gefällt werden, wenn dessen Auswirkungen auf das Projekt und insbesondere auf die Gestaltung der öffentlichen Freiräume und Nutzungen bekannt sind. Deshalb hat das Lenkungsgremium der Projektgesellschaft beschlossen, ein alternatives Finanzierungsmodell auszuarbeiten. Es soll einen realistischen Weg aufzeigen, wie die beiden Städte ihre Aufwendungen rund um AGGLOlac mit einer baurechtweisen Landabgabe finanzieren können.

Mit diesem Vorgehen ist sichergestellt, dass den Stadtparlamenten von Nidau und Biel zu gegebener Zeit zwei gleich umfassend aufbereitete Varianten für die Finanzierung von AGGLOlac zur Auswahl vorliegen. Weil die Erarbeitung einer Baurechtsvariante umfangreiche Abklärungen erfordert, wird die Projektgesellschaft externe Fachleute beiziehen. Voraussichtlich nächstes Jahr werden die Stadträte von Biel und Nidau dann über die verschiedenen AGGLOlac-Vorlagen zuhanden der Volksabstimmungen befinden. Abschliessend werden die Stimmberechtigten beider Städte über den Verkauf oder die baurechtweise Abgabe ihres Landes an Mobimo sowie über den Kredit für die öffentlichen Infrastrukturen abstimmen, Nidau zusätzlich über die Revision der baurechtlichen Grundordnung im Gebiet AGGLOlac.

 


 
25.09.2017

AGGLOlac ist erstes «2000-Watt-Areal» der Region

AGGLOlac hat das Zertifikat «2000-Watt-Areal» von EnergieSchweiz und dem Trägerverein Energiestadt erhalten. Es belegt, dass die geplante Stadterweiterung am See die Kriterien der 2000-Watt-Gesellschaft für einen nachhaltigen Umgang mit den Energieressourcen erfüllt.

An dem vom Bundesamt für Energie organisierten traditionellen Energietag wurde heute in Freiburg das Projekt AGGLOlac mit dem Zertifikat «2000-Watt-Areal» des Trägervereins Energiestadt ausgezeichnet. Die vorgesehene Stadterweiterung am See übertrifft bei sämtlichen Kriterien den Schwellenwert von 50 Prozent. Beurteilt wurden die Bereiche Gebäude, Mobilität, Versorgung/Entsorgung, Management-System und Kommunikation/Kooperation. Im Durchschnitt erreicht AGGLOlac gemäss aktueller Planung eine Ausschöpfung von 58 Prozent des theoretisch möglichen energetischen Handlungsspielraumes.

Versprechen eingehalten
Das Zertifikat wurde von der Projektgesellschaft AGGLOlac entgegengenommen. Diese war vertreten durch die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess, den Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr sowie Jürg Mosimann vom Projektentwickler und Investor Mobimo. Anlässlich der Übergabe durch den Trägerverein Energiestadt sagte Sandra Hess, Nachhaltigkeit sei immer ein zentrales Ziel der AGGLOlac-Planung gewesen: «Das Zertifikat 2000-Watt-Areal ist die Bestätigung, dass wir unsere Versprechen einhalten.» Nidau sei den Zielen der «2000-Watt-Gesellschaft» verpflichtet und habe diese auch in der Stadtordnung verankert. Von «einer grossen Befriedigung» sprach Erich Fehr: «Ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit waren für uns nie Schlagworte, um die Planung der Bevölkerung zu verkaufen. Es geht den beiden Städten und Mobimo um eine Arealentwicklung, die für die ganze Region langfristig einen Mehrwert erzeugt.» Nur so habe AGGLOlac eine Chance, realisiert zu werden.

Wärmeerzeugung aus Seewasser
Nach der heutigen Übergabe von zehn Zertifikaten gibt es schweizweit 22 Siedlungsgebiete mit dem Zertifikat «2000-Watt-Areal in Entwicklung» oder «im Betrieb». AGGLOlac ist das erste zertifizierte Projekt in der Region Biel-Seeland-Berner Jura. Die 2008 von Nidau und Biel initiierte Planung sieht die Entwicklung eines urbanen Quartiers für über 1500 Einwohnerinnen und Einwohner auf dem ehemaligen Gelände der Expo.02 in Nidau vor. Dazu gehört auch die Erweiterung und Aufwertung des bestehenden Grünraumgürtels am Seeufer. Dank einem Wärmeverbundnetz, das die benötigte Wärmeenergie dem Seewasser entzieht, wird das Quartier weitgehend auf fossile Energieträger verzichten können. Dazu kommt ein Mobilitätskonzept, das ebenfalls auf Nachhaltigkeit setzt. Vorgesehen sind maximal 0,7 private Parkplätze pro Wohnung. Das in Fussdistanz zum Bahnhof liegende Quartier wird oberirdisch weitgehend autofrei sein und über ein ausgedehntes Netz von Fuss- und Velowegen verfügen. Der Baubeginn ist frühestens für 2021 vorgesehen.

Zertifikat 2000-Watt-Areal (pdf)

 


27.03.2017

Virtuelle Reise in die Stadt am See

Wie könnte die Uferzone vom Bieler zum Nidauer Strandbad im 2030 aussehen? Welche öffentlichen Freiräume und Grünflächen stehen dann der Bevölkerung zur Verfügung? Die Planer haben den aktuellen Stand ihrer Arbeit in ein Computermodell übertragen und lassen eine virtuelle Drohne durch die künstliche Landschaft schweben.

Was Sie sehen, ist nicht die Realität, sondern eine mögliche Realität. Aber nach dem aktuellen Stand der Planung die wahrscheinlichste.


 
09.02.2017

AGGLOlac: Sorgfältige Abklärungen brauchen Zeit

Die Planung für die Stadterweiterung zum See ist auf Kurs. Die Bearbeitung einzelner Aspekte dauert aber etwas länger als vorgesehen. Deshalb finden die Volksabstimmungen frühestens Ende 2018 statt.

Der Entscheid, ob das Projekt AGGLOlac gemäss dem bestehenden Konzept realisiert wird, fällt nicht vor Ende 2018. Die Volksabstimmungen in Nidau und Biel können frühestens auf diesen Termin angesetzt werden. Das gaben gestern Abend Sandra Hess, Stadtpräsidentin von Nidau, und Erich Fehr, Stadtpräsident von Biel, anlässlich einer Informationsveranstaltung für die Stadtratsmitglieder beider Gemeinden bekannt. Einzelne Aspekte der Planung müssten noch vertieft werden, so zum Beispiel Fragen zur Mobilität sowie zur Nutzungsdichte respektive zum Ortsbild (Hochhaus). Diese Punkte hatten schon in der öffentlichen Mitwirkung von 2015 am meisten zu reden gegeben.

Für Sandra Hess ist die Verzögerung von rund zwei Jahren gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan weder eine Überraschung noch eine Enttäuschung. «Es ist normal, dass eine Quartierentwicklung dieser Grössenordnung grosse Herausforderungen mit sich bringt. Wir haben immer gesagt, dass wir uns die nötige Zeit nehmen werden, um gute Lösungen zu finden», sagte die Nidauer Stadtpräsidentin vor den Stadträtinnen und Stadträten. Unüberwindbare Hindernisse seien keine auszumachen und die Planung sei insgesamt auf Kurs.

Erich Fehr bestätigte die Einschätzung seiner Nidauer Amtskollegin: «Trotz einzelner Hürden, die wir noch nehmen müssen, stehen die Ampeln weiterhin klar auf Grün.» Die beiden Städte wollten an den ursprünglich definierten Zielen festhalten, sagte der Bieler Stadtpräsident: «Unsere Vision ist und bleibt die eines städtischen Quartiers, das der ganzen Bevölkerung einen Mehrwert an Lebensqualität bietet und unsere Region noch attraktiver macht. Wir kommen der Umsetzung dieser Vision Schritt für Schritt näher.»

Die Städte Nidau und Biel sowie ihr privater Partner Mobimo arbeiten seit 2012 mit Hochdruck am Projekt einer Stadterweiterung an den See. Nachdem sich die Bevölkerung im Herbst 2015 zur Planung hatte äussern können, wird die baurechtliche Grundordnung von Nidau derzeit angepasst. Nach ihrer Vorprüfung durch den Kanton erfolgt voraussichtlich noch vor Ende Jahr die öffentliche Auflage der Pläne und Reglemente. Nach einer allfälligen Bereinigung gelangen sie in Nidau zur Abstimmung. Gleichzeitig werden die Stimmberechtigten von Nidau und Biel über die Abgabe ihrer Grundstücke an den Investor Mobimo und über den Kredit zur Erstellung der öffentlichen Infrastrukturen abstimmen.

 

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