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Archiv Planung

Nachfolgend finden Sie zusammengefasste Informationen zu wichtigen Planungsetappen der Jahre 2009 bis 2019. Alle veröffentlichten Dokumente dazu können unter Bibliothek/Archiv eingesehen werden.

Machbarkeitsstudie und Analysen

Im Rahmen eines Vorprojekts wurde 2009/2010 eine detaillierte Machbarkeitsstudie der Vision AGGLOlac ausgearbeitet. Sie wurde 2011 durch zwei neue technische Berichte mit vertieften Informationen zu den archäologischen und geotechnischen Rahmenbedingungen ergänzt.

Ideenwettbewerb 2013

25 Teams aus dem In- und Ausland erarbeiteten 2013 im Rahmen eines Ideenwettbewerbs städtebauliche Konzepte für die Stadterweiterung an den See. Aus den zum Teil sehr unterschiedlichen Ansätzen wählte die Fachjury 5 Vorschläge zur weiteren Bearbeitung und Vertiefung aus:

Rang 1: CITÉLAC | BAUZEIT ARCHITEKTEN GMBH, BIEL/BIENNE
Rang 2: MARAIS | GWJARCHITEKTUR, BERN
Rang 3: OPEN LAC | HELSINKI ZÜRICH OFFICE, ZÜRICH
Rang 4: LES ÎLES DE LA VIE | DIETRICH SCHWARZ ARCHITEKTEN AG, ZÜRICH
Rang 5: LARIDAE | BAUKONTOR AG, ZÜRICH

Drei weitere Teams erhielten von der Jury eine Auszeichnung.

Testplanung 2014

Medienmitteilung vom 29. 1. 2015

Öffentliche Mitwirkung 2015

327 Private und Organisationen haben sich anlässlich der Mitwirkung vom Herbst 2015 zur Planung des neuen Seequartiers geäussert. Das Echo war mehrheitlich positiv, zu einzelnen Punkten gab es aber auch Kritik und Fragen. Die Antworten darauf finden sich im Mitwirkungsbericht, der am 30. Juni 2016 veröffentlicht wurde.

Aufgrund der Mitwirkungseingaben sowie weiterer neuer Erkenntnisse wurde die baurechtliche Grundordnung von Nidau für den Bereich AGGLOlac angepasst und dem Kanton zur Vorprüfung unterbreitet.

Archäologie

Schon seit Jahrzehnten ist bekannt, dass in der Nidauer Seezone wertvolle archäologische Kulturschichten vorhanden sind. Jegliche Bautätigkeit in diesem Bereich muss darauf so weit wie möglich Rücksicht nehmen – auch das aktuelle AGGLOlac-Projekt. Die Planung passt sich den archäologischen Vorkommen an: Gebaut wird möglichst dort, wo keine Kulturschichten tangiert sind, und mit Methoden, welche die Fundstellen schonen und bewahren.

Diese baulichen Vorsorgemassnahmen sind in der schriftlichen Vereinbarung vom Juni 2018 zwischen dem Kanton Bern, den Städten Biel und Nidau sowie dem privaten Bauträger Mobimo festgehalten. Die Archäologievereinbarung gibt im Weiteren allen Beteiligten Sicherheit bezüglich Finanzen, Termine und Prozesse. Sie hält fest, dass die Städte Nidau und Biel zusammen einen Beitrag von maximal 12,5 Millionen Franken an die Archäologiekosten leisten müssen (Kostendach). Die Gesamtkosten werden auf 28 Millionen Franken geschätzt. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat im September 2018 den Brutto-Rahmenkredit über diesen Betrag genehmigt.

Öffentliche Auflagen 2019/2020

In sogenannten Vorprüfungsverfahren überprüft der Kanton, ob ein Projekt den übergeordneten Planungen und gesetzlichen Vorschriften entspricht. Im Fall von AGGLOlac wurden während der Vorprüfung noch diverse Änderungen an der Planung vorgenommen, damit sich die Bauten optimal in die Umgebung (Schloss, Wohnquartiere) integrieren. Die Anpassungen führte zu einer leichten Reduktion der Nutzungsdichte.

Im Juni 2019 stellte der Kanton fest, dass die AGGLOlac-Planung alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Somit konnte die baurechtliche Grundordnung von Nidau für den Bereich AGGLOlac vom 22. August bis am 23. September 2019 in Nidau öffentlich aufgelegt werden.

Im Rahmen der öffentlichen Auflage konnten betroffene Private, Firmen und Organisationen ihre Rechte geltend machen. Insgesamt wurden 43 Einsprachen und Rechtsverwahrungen eingereicht. Einige konnten anlässlich der Einspracheverhandlungen im Oktober und November 2019 bereinigt werden. 25 Einsprachen wurden aufrechterhalten. In der Folge wurde die Planung im Bereich der Gwerdtmatte (ZPP 7.5) nachträglich angepasst, damit die Lago Lodge die Möglichkeit erhält, ihren Betrieb langfristig am bisherigen Standort weiterzuführen und auszubauen (öffentliche Auflage im Juni 2020).

Nach einer allfälligen Genehmigung des Geschäfts durch die Stimmberechtigten werden die noch verbleibenden Einsprachen dem Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zum Entscheid weitergeleitet. Entscheide des AGR können beim bernischen Verwaltungsgericht und dessen Entscheide wiederum beim Bundesgericht angefochten werden.

Medienmitteilung vom 20. August 2019